Mittwoch, 1. Juni 2016

Landesmeister Titel zum 10-jährigen Jubiläum

Apfelland Triathlon Stubenberg

Nach meinem kältebedingten Ausstieg beim Ironman 70.3 Mallorca und der Absage beim Ironman 70.3 Austria wegen Krankheit, meldete ich mich kurzentschlossen beim Apfelland Triathlon in Stubenberg an. Ein gutes Rennen war für den Kopf dringend notwendig. Da ich nach zehntägiger Sportpause erst vier Tage vor dem Rennen wieder ins Training eingestiegen bin, war ich etwas verunsichert, wie es um meine Form steht. Zumindest war ich komplett erholt. 


© Triaguide
Beim Schwimmen bekam ich einen harten Schlag auf die Nase (siehe Zielfoto;)) – das war so schmerzhaft, dass ich kurz dachte, meine Nase ist gebrochen. Ich ließ mich nicht lange irritieren und versuchte mich weiter an den Füßen der Schwimmer vor mir zu halten. 40 Sekunden nach der schnellsten Schwimmerin Kamila Polak konnte ich als zweite Dame aus dem See steigen.

Am Rad dauerte es ein paar Kilometer, bis sich die Beine gut anfühlten. Da  ich Kamila aber bereits vor dem ersten Anstieg einholen konnte, wusste ich, dass ich ganz gut unterwegs war. Am Anstieg  holte sie mich wieder ein – bergauf muss ich noch zulegen. An dieser Schraube werde ich bis Klagenfurt noch drehen. Bei der Abfahrt war es wieder umgekehrt, ich konnte wieder die Führung übernehmen und hab Kamila von da an nicht mehr gesehen. Erst später auf der Laufstrecke habe ich mitbekommen, dass sie leider wegen einem Defekt aussteigen musste. Die neue Radstrecke ist der Hammer! Es ist für jeden etwas dabei, Zeitfahrpassagen, ausreichend Höhenmeter, eine technisch anspruchsvolle Abfahrt – so macht Radfahren Spaß:)

© Triaguide

Das Laufen bei diesen heißen Temperaturen war zäh, vor allem der Anstieg in jeder Runde tat ganz schön weh. Da der Abstand nach hinten bereits groß war, konnte ich mir bei den Labestationen Zeit lassen um mich gut zu kühlen und genug Flüssigkeit aufzunehmen. 2006 habe ich in Stubenberg meinen ersten Triathlon bestritten – umso größer ist die Freue über den Sieg und den Landesmeister Titel über die Mitteldistanz bei meinem 1o-jährigen Triathlon-Jubiläum! Gratulation an Johann Lindner plus Team, die Veranstaltung war tip top!

Der Trainingsausfall hat mich zwar etwas nervös gemacht, vielleicht hat er mir aber auch gut getan. Bis zu meinem ersten Saisonhöhepunkt, dem  Ironman Austria am 26. Juni, werde ich im Training noch Alles geben um in Top Form am Start zu stehen. Ich freu mich drauf!

Dienstag, 15. März 2016

2016 - TEAM UPDATE

Die Zusammenarbeit mit meiner Trainerin Siri Lindley hat sich mehr als bewehrt. Trotz der Distanz von 8696 Kilometer funktioniert die Kommunikation sehr gut. Ein gutes Feedback von beiden Seiten ist dafür die Voraussetzung. ‚How did you feel?‘ ist dabei die wichtigste aller Fragen ihrerseits. Das ‚Gefühl‘ ist bei vielen Trainingseinheiten wichtiger als so manche Zahlen, obwohl die Werte als Kontrolle auch nicht unwesentlich sind. Um meine Schwimmtechnik kümmert sich geduldigst Leistungsschwimmer Kevin Höfferer - und das ist keine leichte Aufgabe! Durch Videoaufnahmen und viel Übung geht es Schritt für Schritt, oder besser Zug für Zug, voran. Begleitend zu meinen Schwimm-, Rad- und Lauftrainings absolviere ich seit heuer ein  Krafttrainingsprogramm von E.C.FIT Boulder – die Übungen sind spezifisch für Ausdauersportler zur Verletzungsprophylaxe und für eine bessere Kraftübertragung, sehr funktionell, abwechslungsreich und machen Spaß. Yogaeinheiten im City Yoga Graz bringen mich in meine Mitte und stärken sie, mein Körper ist bereits nach wenigen Einheiten spürbar beweglicher und geschmeidiger geworden.

Mein Sporttherapeut Mag. Bernhard Wolf betreut mich nun schon seit 4 Jahren. Neben betreutem Athletiktraining ist Bernd zur Stelle, sobald es irgendwo zwickt und zwackt, um meine Wehwehchen zu behandeln. Er weiß mittlerweile sofort, wo er den Hebel ansetzen muss und wie mein Körper auf bestimmte Behandlungen reagiert. Dasselbe gilt für meinen Masseur Peter Langmaier, der ohne Zweifel magische Hände hat. Mein Chef Gottfried Wittgruber ermöglicht mir dankenswerterweise auch regelmäßige Massagetermine im Therapieinstitut Wittgruber – viel beanspruchte Muskeln wollen gut gepflegt werden. Auch mein Rad ist in guten Händen: Radfuchs Hannes Fuchs unterstützt mich seit den Anfängen meiner Triathlonkarriere. 

Über den Winter hat mein Körper leider gesundheitlich geschwächelt, ich musste den Trainingsaufbau immer wieder unterbrechen. Ich fühlte mich nicht krank, aber auch nicht 100% fit – ein Keim, den ich mir bereits vor meinem letzten Rennen 2015, dem Ironman 70.3 Turkey, eingefangen haben dürfte, hat anscheinend diesen Zustand verursacht. Auch wenn ich kein Fan von Antibiotika bin, war es diesmal leider notwendig.  Ich bin nicht gut im ‚Ruhe geben‘, doch die Gesundheit geht vor. Von meinem Sportarzt Dr.Pribitzer werde ich medizinisch gut betreut.  Seitdem ich im Februar 2 Wochen auf Mallorca verbracht habe, fühle ich mich wieder fit und gesund und die gewünschten Trainingsfortschritte stellen sich ein. 

Vereinsmäßig heißt es für mich ‚back to the roots‘ – ich freue mich wieder für meinen Ursprungsverein SU TRI STYRIA starten zu dürfen. Der Verein ist engagiert und bietet optimale Strukturen. Außerdem wird unter den Mitgliedern auch die soziale Komponente hochgehalten.

Seit Anfang des Jahres kümmere ich mich selbst um Ausrüster und Sponsoren. Es macht Spaß und gefällt mir, in direktem Kontakt mit den Firmen zu stehen. Danke an meine Sponsoren City Yoga Graz, Fatter&Partner, Austin BFP und meine Ausrüster Airstreeem, Bont Cycling, Cocoon Sports und Sailfish für die Unterstützung!

Dienstag, 6. Oktober 2015

SUB 9 IRONMAN BARCELONA


Oct. 4, 2015 - Source: Alex Caparros/Getty Images Europe

Was für ein Tag, was für ein Rennen – ich war mir sicher, wenn alles gut geht, wird der Ironman Barcelona ein super Rennen. WENN alles gut geht... Trotz meiner guten Vorbereitung kamen die Tage vor dem Rennen Zweifel auf, ob ich auch wirklich am Tag X meine bestmögliche Leistung abrufen kann. Der ganze Körper fühlte sich in der Rennwoche noch ziemlich müde an. Außerdem gibt es vor allem auf der Langdistanz so viele Faktoren, die vor- und während dem Rennen eine Rolle spielen. Manche Dinge kann man beeinflussen - anderen ist man mehr oder weniger ausgeliefert. Ich habe mich bemüht, alles was ich beeinflussen kann wie z.B. die Vorbereitung (Training, Regeneration, mentale Vorbereitung), Körperpflege (Massagen, Therapien,…), Materialpflege, sowie Ernährung, insbesondere im Wettkampf, so gut und gewissenhaft wie möglich zu machen. Das Wetter kann man sich nicht aussuchen (es war perfekt), vor einem Defekt ist man auch nicht gefeit, eventuell treten Schmerzen oder Krämpfe auf, die Verdauung könnte streiken und was das bei einem Ironman heißt, kann man sich vorstellen oder haben einige schon erfahren. Wenn ich einen Plan habe, was tue ich wenn… dann kann ich alle Zweifel beiseiteschieben, abschalten und mich nur mehr mit positiven Gedanken auf das Rennen einstimmen und freuen. 

Die Vorfreude war groß – der Ironman Austria und der Ironman Barcelona sollten meine Highlights dieses Jahr werden. Auf diese Rennen habe ich alles ausgerichtet. Ich kann es erst langsam realisieren, was ich geschafft habe. Mein Ziel für heuer war ein Top 3 Ironman Ergebnis – dass ich mir meinen Traum von einer Zeit unter 9h auch bereits heuer erfüllen konnte, freut mich besonders und zeigt mir, dass ich mit meiner Trainerin Siri Lindley am Richtigen Weg bin.

Ein bis zwei Tage vor dem Rennen spürte ich, ich bin bereit. So stand ich mit viel Selbstvertrauen im Startareal am Strand von Calella. Das Schwimmen verlief schon mal gut – der Abstand nach vorne hielt sich in Grenzen. Am Rad hatte ich gute Beine und richtig Spaß am Rennen. Beim Marathon fühlten sich meine Beine zu meiner Freude immer noch gut an, sehr gut sogar! Ich konnte gleich auf der ersten von vier Runden einige Plätze gutmachen und hoffte, dass sich mein schnelles Anfangstempo nicht zum Schluss rächen würde. Die letzen paar Kilometer wurden dann doch noch richtig hart – mit der starken Läuferin Eimear Mullan im Nacken konnte ich mich keinesfalls ‚ausruhen‘ und gab Alles für meine erste Top 3 Platzierung. Ich bin sehr glücklich und stolz auf den schnellsten Marathon der Damen in 3:02:12h und auf meine Gesamtzeit von 8:54:03h. 

Ein Rennen steht noch auf meiner Liste, bevor es in die Saisonpause geht :)

Dienstag, 8. September 2015

2.Platz in Podo

Ein solides Rennen bei schwierigen Bedingungen

Der Austria Triathlon Podersdorf stand schon länger auf meiner To-do Liste. Die traditionsreiche Langdistanz kam diesmal nicht in Frage, da ich mich mitten in der Vorbereitung für den Ironman Barcelona befinde, aber ein Start auf der olympischen Distanz ließ sich ganz gut mit meinem Plan vereinbaren. 


Das Schwimmen verlief trotz des starken Wellengangs ver-
hältnismäßig gut. Am Rad hatte ich schon mehr zu kämpfen. Die Scheibe habe ich diesmal in weiser Voraussicht zu Hause gelassen, die 6er Felgen waren für mich das höchste der Gefühle, um das Rad unter Kontrolle zu halten. Nach 1min 20sec Rückstand nach dem Schwimmen, fasste ich noch eine halbe Minute auf dem Rad aus. Trotz schnellstem Laufsplit war der Abstand auf die spätere Siegerin Simone Fürnkranz schon zu groß und Simone präsentierte sich in allen Disziplinen stark. Das Rennen hat Spaß gemacht, aber eines ist sicher: die OD ist definitiv zu kurz für mich! Umso mehr freue ich mich jetzt auf die nächste Langdistanz – 4 weeks to go bis Barca:)




Mittwoch, 26. August 2015

SOME FUN IN BUDAPEST

Nachdem ich heuer noch nicht so viele Rennen absolviert habe, lodert mein Wettkampffeuer nach wie vor. Nach Klagenfurt habe ich mich gut erholt und dann einige Wochen sehr gut trainiert. Meine Trainerin Siri Lindley hat das letzte halbe Jahr ein gutes Gefühl dafür entwickelt, wie viel sie mir zumuten kann, was mein Körper an Belastung verträgt und an Erholung braucht. Ich konnte das Training laut Plan absolvieren und spürte wie sich meine Form stetig nach oben entwickelt. Aus diesem Grund fuhr ich ziemlich entspannt und mit großer Vorfreude nach Budapest. 

Das Rennen fing für mich wenig überraschend nicht so wünschenswert an. Das Neoprenverbot machte mich nicht nervös, da ich meine Schwimmleistung in den letzten Trainingswochen um einiges verbessern konnte – warum ich das im Rennen nicht umsetzten konnte, weiß ich selber nicht genau. Nach dem Einschwimmen vor dem Start habe ich ziemlich gefroren – meine Zähne haben wie wild geklappert. Es dauerte eine Weile bis ich auf Betriebstemperatur kam. Ein Warm-up im Trockenen wäre vermutlich schlauer gewesen. Außerdem will ich im Rennen oft zu viel und beginne dann wie wild mit den Armen herumzurudern. Ich sollte wohl einfach mehr Ruhe bewahren.

Vom Schwimmausstieg weg hatte ich ein super Gefühl und mein Rennen nahm Fahrt auf. Die Profi-Männer starteten 2 Minuten vor den Profi Damen, 3 Minuten später alle Damen und schließlich mit jeweils 10 Minuten Abstand die Altersklassen Herren. Diese Aufteilung der Startwellen machte das Rennen zum fairsten, dass ich bisher absolviert habe, am Rad aber auch zum einsamsten. Ich empfand es als sehr angenehm, ganz nach meinem Gefühl und Rhythmus fahren zu können. Die Strecke war flach, schnell und sehr kurzweilig.

Nach dem Wechsel auf die Laufstrecke waren meine Beine zu meiner Freude kaum zu halten. Die ersten Kilometer waren viel zu schnell und ich musste mich bremsen um nicht später gegen eine Wand zu laufen. Ich machte wieder Plätze gut, was mich sehr motivierte ‚dran‘ zu bleiben. Schließlich überquerte ich mit 1:40 Minuten Rückstand auf die Drittplatzierte als 4.Dame die Ziellinie. Ziel Top 5 erreicht! Der Podestplatz wehrt sich, kommt aber langsam in Reichweite..
In zwei Wochen starte ich bei der olympischen Distanz in Podersdorf, bevor es dann wieder lang wird:)







Mittwoch, 1. Juli 2015

IRONMAN AUSTRIA 2015 - 4.Platz


Es bedarf nicht vieler Worte – ich hatte ein großartiges Rennen! Bereits im Vorfeld spürte ich, dass die Form so gut war wie nie. Während meinen Abschlusstrainings vor dem Wettkampf dachte ich manchmal an das bevorstehende Rennen, dabei fuhr mir immer wieder mal eine Gänsehaut auf – ein gutes Zeichen. ‚Radfuchs‘ Hannes Fuchs hat mein Rad perfekt hergerichtet, mein Therapeut Mag.Bernhard Wolf und mein Masseur Peter Langmaier haben mich hergerichtet, alle Hausaufgaben wurden erledigt - kein Grund also, nervös zu sein. Eine leichte Anspannung war dennoch da, ob auch wirklich alles so klappt, wie ich es mir wünschte.

Nicht nach Wunsch verlief das Schwimmen – hier blieb ich unter meinen Erwartungen. Gleich zu Beginn habe ich durch eine kurze Unaufmerksamkeit den Anschluss an eine Gruppe verloren und musste schließlich so gut wie die ganze Distanz alleine schwimmen. Mit ziemlich großem Rückstand kam ich enttäuscht als 12. Dame aus dem Wasser.

Am Rad fand ich sofort einen guten Rhythmus. Zum ersten Mal habe ich bei einer Langdistanz meinen Garmin abgeklebt und bin nach Gefühl gefahren. Davor war ich mehr als skeptisch, aber ich muss sagen, es macht viel mehr Spaß wenn man nicht ständig auf irgendwelche Zahlen schaut:) Ich hatte einen guten Druck bis zum Schluss der 180 km und konnte schließlich als Vierte vom Rad steigen.


Beim Ironman Austria freue ich mich jedes Jahr auf den Marathon, wo Familie, Freunde, Teamkollegen und viele bekannte Gesichter zur Unterstützung am Streckenrand stehen und mit mir abklatschen, sich die Seele aus dem Leib schreien oder Konfettibomben mit tausenden Herzen zünden. DANKE dafür!!! Die Stimmung war wieder großartig – das gibt Energie und verursacht Gänsehaut und macht das Rennen kurzweiliger. Mit einer Marathonzeit von 3:01:51h konnte ich den vierten Platz mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 9:10:10h ungefährdet nach Hause laufen. Die Freude im Zielkanal war nicht zu übersehen – ich ließ mich feiern wie eine Siegerin;)  

Meine weiteren Pläne verrate ich nach einer wohlverdienten Pause. Bis bald:)